NEIN zu 6 Milliarden für neue Kampfflugzeuge, aber JA zu einer starken Armee

Wer den Kampfjet ablehnt, sei gegen die Armee, ist eine unhaltbare Unterstellung. Wir sind für eine Armee, aber eine der Zukunft. Die  Abstimmung ist nötigend . «To be or not to be» entweder ein ja oder die Luftwaffe ist erledigt und unsere ganze Sicherheitskonzeption ist hinfällig widerspricht direktdemokratischen Gepflogenheiten.Eine Wahl und Plan B ist nicht vorgelegt. 6 Milliarden für den Kauf und 20 Milliarden für Unterhalt zu Lasten des jährlichen Armeebudgets verhindert unsere Handlungsfreiheit in neuen möglichen Bedrohungslagen, die wir mit Digitalisierung  und Technologisierung der Waffenentwicklung heute nicht absehen können. Nur eine vertieftere Analyse der sicherheitsstrategischen der Lage der Schweiz als neutraler Kleinstaat im Herzen Europas, Sitz internationaler Organisationen, gibt Aufschluss über die Bedrohungen der Zukunft. Der weltweite Cyberkrieg ist im Gange. Wir müssen uns mit Corona-Milliardenschulden und beschränkten Bundesmitteln auf Cyberabwehr, Handelskriege, Pandemien, Terror, Umweltkatastrophen und Extremismus einstellen. 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Ein Nein ist ein international wahrgenommenes Bekenntnis unserer direkten Demokratie zu unserer bewährten  humanitären Neutralitäts- und Friedenspolitik. Die spannungsvolle Welt braucht Leuchttürme.

 

Roger E. Schärer
 
Oberst a D in der Direktion für Sicherheitspolitik im VBS
Officier de l’Ordre du Mérite
ehemaliger Berater von Swissmem-Präsident Johann Schneider-Amman